Ellen Drews 

Handanalyse


Wenn Kinder nach dem Sterben fragen ...

Alles, was einen Anfang hat, hat auch ein Ende ...


Grundsätzlich ist die Trauerreaktion eine Fähigkeit, die mit uns geboren wird. Zeit ist eine wichtige Dimension des Abschieds. Sich Zeit zu nehmen, ist eine Grundvoraussetzung, um sich Abschieden überhaupt stellen und sie gestalten zu können.

Verlust, Trennung und Abschied sind Lebenssituationen, mit denen "kleine" und "große" Menschen in der heutigen Zeit wieder neu lernen müssen umzugehen. Wir alle haben unsere Erfahrungen als Kinder mit Sterben, Tod und Trauer gemacht. Ein grundlegender Weg ist es, dass wir Erwachsenen uns mit unseren eigenen Erfahrungen und Gefühlen auseinandersetzen.

Ohne unsere Trauer zu bewältigen, können wir emotionale Einbrüche nicht gesund überstehen. Verdrängte, nicht gelebte Trauer hindert uns am Leben, nimmt uns wichtige Lebenskräfte.

Das bewusste „Abschied-Nehmen“ hilft den Hinterbliebenen, den Tod, die Trennung oder Verlust zu realisieren.
Positive Lebensenergien werden frei, um das eigene Leben lebendig und neu zu gestalten. Wir können so freier mit unseren Kindern über dieses Lebensthema "Sterben, Tod und Trauer" reden. Kinder werden uns nach dem Sterben fragen und sie brauchen unsere Hilfe.

Doch Kinder haben auch, wie Elisabeth Kübler-Ross es nennt, ein „inneres Wissen“, „sie werden für uns zu Lehrmeistern des Lebens“.

Mit der frühen Einsicht in die Endlichkeit, Wandlung und Neubeginn kann ein Vertrauen in die Geborgenheit der Lebensprozesse wachsen.